Zum Inhalt springen
KryptoCasinoOesterreich

Nachweis und Reichweite

Ein echter Beweis mit einer sehr engen Reichweite

Server-Seed, Client-Seed und Nonce ergeben einen Nachweis, den du selbst nachrechnen kannst — er sagt dir alles über die Runde und nichts darüber, ob am Ende ausgezahlt wird.

Das einzige Versprechen, das man nachrechnen kann

In dieser Branche wird viel behauptet und wenig belegt. „Provably fair" ist die Ausnahme: eine Zusage, die du nicht glauben musst, sondern mit einem Taschenrechner und einem Hash-Werkzeug im Browser selbst überprüfen kannst.

Genau deshalb lohnt es sich, sehr genau hinzuschauen, was da eigentlich bewiesen wird. Der Beweis ist echt. Er ist nur sehr viel schmäler, als das Etikett vermuten lässt — und der letzte Abschnitt dieser Seite ist der wichtigste.

Das Problem, das gelöst wird

Ein Spiel im Netz braucht Zufall, und der Zufall kommt von einem Rechner, der dem Haus gehört. Ohne weitere Vorkehrung stehst du vor einer Zumutung: Du sollst darauf vertrauen, dass die Zahl, die über deinen Einsatz entscheidet, nicht erst gezogen wurde, nachdem der Einsatz bekannt war.

Provably fair löst das mit einer Reihenfolge. Das Haus legt sich fest, bevor es weiß, was du tust — und es legt sich so fest, dass es später nicht mehr abstreiten kann, worauf es sich festgelegt hat.

Die drei Zahlen

Der Server-Seed. Eine lange Zufallszeichenfolge, die der Anbieter erzeugt und geheim hält. Aus ihr entsteht später die Zahl, die deinen Einsatz entscheidet.

Der Hash des Server-Seeds. Vor der ersten Runde zeigt dir der Anbieter nicht den Seed, sondern dessen Hash: das Ergebnis einer Einwegfunktion, in aller Regel SHA-256, angezeigt als vierundsechzig Zeichen lange Hexadezimalfolge. Zwei Eigenschaften machen ihn nützlich. Aus dem Hash lässt sich der Seed nicht zurückrechnen — deshalb bleibt der Seed geheim. Und derselbe Seed ergibt immer denselben Hash, jede noch so kleine Änderung einen völlig anderen — deshalb ist der Hash eine Festlegung, an die der Anbieter gebunden ist.

Der Client-Seed. Deine Zeichenfolge. Der Anbieter setzt einen vor, du kannst ihn ändern, und viele Erklärungen raten dir dazu. Der Grund ist die Reihenfolge: Wenn du den Client-Seed setzt, nachdem der Hash des Server-Seeds veröffentlicht ist, kann der Anbieter seinen Seed nicht mehr passend zu deinem wählen.

Die Nonce. Ein Zähler. Erste Runde 1×, zweite Runde 2×, dritte 3×. Er sorgt dafür, dass dasselbe Seed-Paar in jeder Runde ein anderes Ergebnis liefert, ohne dass die Seeds getauscht werden müssen.

Das Ergebnis der Runde entsteht daraus, dass Server-Seed, Client-Seed und Nonce zusammen durch eine Hash-Funktion geschickt werden. Die entstehende Zeichenfolge wird nach einer veröffentlichten Vorschrift in eine Zahl übersetzt — beim Würfelspiel in eine Augenzahl, beim Kartenspiel in eine Position im gemischten Stapel.

Die Aufdeckung

Solange der Server-Seed geheim ist, kannst du nichts nachrechnen — du hast ja nur seinen Hash. Deshalb gehört zum Verfahren ein Wechsel.

Du forderst einen neuen Server-Seed an, oder das Haus wechselt ihn selbst. In diesem Moment wird der alte Seed offengelegt, und gleichzeitig bekommst du den Hash des neuen. Alle Runden, die unter dem alten Seed gelaufen sind, werden damit nachprüfbar, und alle künftigen sind erneut vorab festgelegt.

Die meisten Spieler wechseln den Seed nie und prüfen deshalb nie. Ohne Wechsel bleibt das Verfahren eine Behauptung wie jede andere.

Sechs Schritte auf einer senkrechten Achse: Hash des Server-Seeds, Client-Seed, Nonce, Runde, Offenlegung nach dem Seed-Wechsel und eigene Prüfung des Hashes
Die Reihenfolge ist das ganze Argument: der Hash des Server-Seeds steht vor der Runde fest, dein Client-Seed kommt danach, und offengelegt wird der Seed erst beim Wechsel. Stimmt sein Hash mit dem vorab veröffentlichten überein, war das Ergebnis vor deinem Einsatz festgelegt. Über die Auszahlung sagt das nichts.

Wie du eine Runde selbst nachprüfst

Sechs Schritte, in dieser Reihenfolge.

Erstens: Notiere dir vor dem Spielen den veröffentlichten Hash des Server-Seeds. Kopiere ihn irgendwohin, wo er dir nicht verlorengeht. Ohne diesen Zettel ist später nichts zu prüfen.

Zweitens: Setze deinen eigenen Client-Seed. Irgendetwas, das du dir gemerkt oder aufgeschrieben hast.

Drittens: Spiele deine Runden und notiere zu der Runde, die du prüfen willst, die Nonce. Meist steht sie in der Runden-Historie neben dem Ergebnis.

Viertens: Wechsle den Server-Seed. Jetzt zeigt dir der Anbieter den alten im Klartext.

Fünftens: Prüfe die Festlegung. Schicke den offengelegten Seed durch SHA-256 und vergleiche das Ergebnis mit dem Hash von Schritt eins. Stimmen die beiden überein, dann ist bewiesen: Es ist derselbe Seed, den das Haus vor deiner ersten Runde festgelegt hat. Stimmen sie nicht überein, ist das kein Auslegungsspielraum, sondern ein Widerspruch.

Sechstens: Rechne das Ergebnis nach. Setze Server-Seed, Client-Seed und Nonce nach der veröffentlichten Vorschrift des Anbieters zusammen, hashe sie, und übersetze das Ergebnis mit derselben Vorschrift in die Augenzahl oder Karte. Kommt heraus, was du gesehen hast, ist die Runde bestätigt.

Für Schritt fünf und sechs brauchst du kein Programm des Anbieters. Ein beliebiges SHA-256-Werkzeug reicht, und wenn ein Haus verlangt, dass du sein eigenes Prüfformular benutzt, hast du die Unabhängigkeit des Beweises schon halb verloren. Die Vorschrift für Schritt sechs muss der Anbieter veröffentlichen — tut er das nicht, ist das Verfahren nicht überprüfbar, egal was auf der Seite steht.

Was der Beweis abdeckt

Er zeigt, dass das Ergebnis einer einzelnen Runde festgelegt war, bevor du gesetzt hast, und dass es nicht nachträglich verändert wurde. Das ist viel: Es schließt genau die Manipulation aus, die man einem Haus am ehesten unterstellt.

Er zeigt außerdem, dass dein Client-Seed in die Rechnung eingeht — gesetzt, nachdem das Haus sich festgelegt hat.

Was er nicht abdeckt — der eigentliche Punkt

Hier hört die Reichweite auf, und das ist die Botschaft dieser Seite.

Er sagt nichts über die Auszahlungsquote. Ein Spiel kann restlos nachprüfbar sein und trotzdem eine schlechte Quote haben. Der Beweis betrifft die Ehrlichkeit der Ziehung, nicht die Großzügigkeit der Regeln.

Er sagt nichts über die Spiele fremder Studios. Automaten und Live-Tische stammen fast immer nicht vom Haus, sondern von Zulieferern, deren Zufallsgenerator dem Haus gar nicht gehört. Für diese Spiele existiert das Verfahren nicht. Wo es angeboten wird, betrifft es typischerweise die hauseigenen Spiele — Würfel, Crash, Minen, Karten — und damit einen kleinen Teil eines Katalogs, der aus tausenden fremden Titeln besteht.

Er sagt nichts darüber, ob ausgezahlt wird. Das ist der wichtigste Satz auf dieser Seite. Ein Haus kann jede Runde beweisbar sauber abwickeln und deinen Auszahlungsantrag trotzdem verzögern, kürzen oder unter Berufung auf eine eigene Klausel ablehnen. Ziehung und Auszahlung sind zwei getrennte Vorgänge, und nur der erste wird hier bewiesen. Was den zweiten bestimmt, steht unter Auszahlung.

Er ersetzt keine Prüfung des Anbieters. Wer hinter der Marke steht, unter welcher Aufsicht das Haus arbeitet und was in seinen Bedingungen steht, sind Fragen, auf die eine Hexadezimalfolge keine Antwort gibt. Sie gehören auf einen anderen Zettel — siehe Seriöse Anbieter.

Eine Tabelle mit sechs nummerierten Prüfungen und dem jeweils schlechten Befund daneben
Erst der Registereintrag, dann der Halter der Gesellschaft. Danach die Auszahlungsregeln und die Limits, zuletzt der Kundendienst und die Beschwerdegeschichte. Die Reihenfolge ist nach Aufwand und Trennschärfe sortiert: die ersten beiden dauern zusammen wenige Minuten und sortieren den größten Teil aus.

Er ersetzt nicht das Lesen der Auszahlungsregeln. Der Zeitraum, die Grenze pro Woche, die offene Umsatzbedingung: nichts davon wird gehasht. Wie lange es real dauert und warum das mit dem beworbenen Zeitraum wenig zu tun hat, steht unter Sofortauszahlung.

Wie du das Etikett einordnest

Ein Haus, das ein solches Verfahren anbietet, hat sich freiwillig überprüfbar gemacht — für einen Teil seines Angebots. Das ist ein Punkt zu seinen Gunsten, aber ein kleiner, und er lässt sich nicht gegen fehlende Angaben an anderer Stelle aufrechnen.

Prüfe deshalb drei Dinge, bevor du dem Etikett Gewicht gibst. Ist die Rechenvorschrift veröffentlicht, sodass du ohne das Werkzeug des Hauses nachrechnen kannst? Lässt sich der Server-Seed jederzeit wechseln, oder musst du darum bitten? Und für welche Spiele gilt es überhaupt — für die hauseigenen oder angeblich für alle, was technisch nicht sein kann?

Wer sich anschauen will, wie diese Frage neben den übrigen Prüfpunkten einsortiert wird, findet das unter Methodik und im Überblick unter Online Casino Österreich.